Möglichkeiten der Betriebsmittelfinanzierung


Betriebsmittel sind neben den Faktoren Werkstoffe und Arbeit ein Produktionsfaktor, der für die Leistungserstellung unabdingbar ist. Er setzt sich beispielsweise aus den Grundstücken und Gebäuden sowie Maschinen und Anlagen aber auch aus der Büro- und Geschäftsausstattung sowie den benötigten Werkzeugen zusammen. Somit stellen Betriebsmittel einen Teil des Anlagevermögens dar, welcher in der Regel im Unterpunkt Sachanlagen ausgewiesen wird. Ausnahmen hiervon gelten nur für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter, die als Betriebsausgaben behandelt werden können.

Im Gegensatz zu den geringwertigen Wirtschaftsgütern ist bei langlebigen Betriebsmitteln eine schrittweise Abschreibung laut der gewöhnlichen Nutzungsdauer vorgeschrieben, der Gewinn mindert sich also jährlich um einen bestimmten Betrag.

Da Betriebsmittel also einen Teil des Anlagevermögens darstellen, sollten sie laut der goldenen Bilanzregel in vollem Umfang aus Eigenkapital oder langfristigem Fremdkapital finanziert werden.

In der Praxis gestaltet sich diese Form der Betriebsmittelfinanzierung jedoch nicht immer so einfach, da viele Unternehmer nicht immer über ausreichend Kapital verfügen und Banken nicht immer gewillt sind, zusätzliche Kredite zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund sind Unternehmer gerade bei einer geplanten Expansion dazu gezwungen, Alternativen für die Betriebsmittelfinanzierung zu suchen.

Möglichkeiten der Betriebsmittelfinanzierung

Hierfür bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. So ist es zum Beispiel denkbar, dass ein Unternehmer für die Betriebsmittelfinanzierung Fremdkapital oder fremdkapitalähnliches wirtschaftliches Eigenkapital in Form des Debt Mezzanine Kapitals in Anspruch nimmt. Solche Möglichkeiten bieten beispielsweise Brauereien gastronomischen Betrieben an. Die Nachteile dieser Form der Betriebsmittelfinanzierung stellen jedoch häufig die Vertragsbedingungen dar. In der Regel wird bei einer solchen Finanzierung vertraglich festgelegt, dass der Unternehmer seine Produkte nur vom Kapitalgeber beziehen darf. Dies stellt einen wesentlichen wirtschaftlichen Nachteil dar, da ein Unternehmen zum Beispiel im Fall einer Preiserhöhung nicht zu einem günstigeren Anbieter wechseln kann. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, eine andere Form der Betriebsmittelfinanzierung zu wählen.

Mezzanine Kapital von renditeorientierten Kapitalanlegern

Hierfür bietet sich zum Beispiel das Mezzanine Kapital von renditeorientierten Kapitalanlegern an. Dieses können Unternehmen zum Beispiel aus einem Mezzaninefonds oder aus einer Beteiligungsgesellschaft erhalten. Unabhängig von der Quelle des Mezzanine Kapitals und der bilanziellen Einordnung profitiert das Unternehmen durch diese Form der Betriebsmittelfinanzierung, da dieses Beteiligungskapital als wirtschaftliches Eigenkapital angesehen wird und sich somit neben der Liquidität auch die Eigenkapitalquote erhöht.

Dies führt wiederum dazu, dass das Unternehmen im Rating steigt und höhere Kredite zu besseren Konditionen erhalten kann.

Neben bilanziellen Aspekten ist jedoch auch zu beachten, dass die Kosten für das Mezzanine Kapital, unabhängig davon, ob hierbei der Eigen- oder Fremdkapitalcharakter überwiegt, steuerlich als Betriebsausgaben angesehen werden, also ebenso wie Zinsen den Gewinn steuerlich mindern.

Somit ist das Mezzanine Kapital, welches prinzipiell die Bilanzsumme erhöht, eine günstige Form der Betriebsmittelfinanzierung.

Leasing als alternative zum Mezzanine Kapital zur Betriebsmittelfinanzierung

Alternativ zum Mezzanine Kapital ist eine Betriebsmittelfinanzierung auch durch das Leasing möglich. Laut Ansicht vieler Finanzmathematiker ist das Leasing sogar eine bessere Alternative als die Betriebsmittelfinanzierung durch Fremdkapital, da bei dieser Finanzierung die Bilanzsumme gleich bleibt und sich somit die Eigenkapitalquote nicht verschlechtert. Aus diesem Grund sollte die Möglichkeit des Betriebsmittelleasings unbedingt überprüft werden. Dabei ist aber darauf zu achten, dass dem Unternehmen aufgrund einer ungünstigen Vertragsgestaltung keine steuerlichen Nachteile entstehen. So gibt es beispielsweise Vorschriften bezüglich der Leasingzeit. Diese sind unbedingt einzuhalten und von der Nutzungsdauer des Leasingobjekts laut amtlicher Abschreibungstabelle abhängig. Neben diesem Faktor sollte bei Abschluss eines Leasingvertrags auch die Option des Kaufs vereinbart werden. Dabei ist darauf zu achten, dass auch hier bestimmte Bedingungen eingehalten werden müssen, da der Leasingnehmer sonst steuerliche Nachteile haben kann.

Wie Sie sehen, gibt es zum Bankkredit viele Alternativen für die Betriebsmittelfinanzierung.

Um sicherzustellen, dass Sie die günstigste Alternative für Ihr Unternehmen erhalten können, sollten Sie sich ausführlich beraten lassen.

Stellen Sie hier auf dem Deutschen Mezzanine-Portal Ihre online Anfrage und lassen Sie sich von den Spezialisten beraten.

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