Finetrading

Finetrading ist eine spezielle Form der Wareneinkaufsfinanzierung. Um den Vorteil dieser Art der Finanzierung zu erklären, ist es sinnvoll, zuerst einmal den Wareneinkauf im Gesamtprozess der Geschäftsaktivitäten zu betrachten. Grundsätzlich bezieht ein Unternehmen Vorräte von Lieferanten, zum Teil werden Sie verarbeitet, später aber verkauft. In der Regel sind die Vorräte nicht sofort zu bezahlen, zumeist wird ein Zahlungsziel vereinbart und bei einer schnellen Zahlung auch ein Skonto gewährt. Zudem ist es üblich, bei einer Abnahme von größeren Stückzahlen einen Mengenrabatt zu erhalten.


In Abhängigkeit vom Zahlungsziel, welches das Unternehmen selbst gewährt und der Art der Abnehmer (ist zwischen Gewerbetreibenden und Endverbrauchern zu unterscheiden) fließen in das Unternehmen früher oder später Erträge zurück.

Dabei besteht jedoch zumeist das Problem, dass aufgrund der Zeitversetzung ein Skonto oder ein Mengenrabatt nicht in Anspruch genommen werden kann.

Grundsätzlich wäre es zwar denkbar, durch zusätzliches Fremdkapital die Liquidität zu erhöhen, aber nicht immer sind Banken bereit, einen zusätzlichen Kredit zu gewähren.

Finetrading als günstige Alternative

Aus diesem Grund bietet sich das Finetrading als eine günstige Alternative an. Dieses Prinzip beruht darauf, dass ein Dritter den Wareneinkauf vorfinanziert und so Skonti sowie mögliche Rabatte in vollem Umfang beansprucht werden können. Das Unternehmen selbst zahlt dann die Ware beim Finetradingpartner. Dabei sind bei der Zahlung eine hohe Flexibilität und eine taggenaue Abrechnung vorgesehen.

Beispiel über Finetrading

Angenommen Sie möchten Waren zu einem Wert von 100.000 Euro bestellen. Der Lieferant würde Ihnen dabei bei einem Zahlungsziel von 10 Tagen einen Skonto in Höhe von 3 Prozent gewähren. Ihr Abnehmer bezahlt die Ware aber erst nach 60 Tagen, sodass Sie den Warenbestand vorfinanzieren müssten. Wenn Sie aber das Finetrading in Anspruch, sodass Ihr Finetradingpartner die Rechnung innerhalb der Skontozeit bezahlt, sinken Ihre Wareneinkaufskosten, da die Gebühren des Finetradingpartners niedriger als der Skonto ausfallen. Im Beispielsfall ist es denkbar, dass der Finetradingpartner an Ihren Lieferanten 97.000 Euro überweist und Sie ihm nach 60 Tagen 98.000 Euro. Effektiv haben Sie somit 2.000 Euro eingespart und auch der Finetradingpartner erzielt eine gute Rendite.

Unternehmen profitieren durch den Einsatz von Finetrading

Sie sehen, wie Sie von Finetrading profitieren können, fragen sich aber jetzt bestimmt, wie dieses System funktionieren soll.

So gehts:

  • Zuerst vereinbaren Sie mit Ihrem Finetradingpartner ein Kreditlimit sowie die Zahlungskonditionen. Diese sind wiederum von Ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit abhängig.
  • Anschließend verhandeln Sie wie gewohnt mit Ihren Lieferanten, lösen über Ihren Finetradingpartner die Bestellung aus und bekommen dann die Ware in Ihr Unternehmen geliefert.
  • Anschließend geben Sie Ihrem Finetradingpartner eine Rückmeldung, ob die Ware mangelfrei war. Ist dies der Fall, überweist er den Betrag innerhalb der Skontozeit, Sie selbst können ihn aber flexibel innerhalb von wenigen Tagen oder innerhalb von bis zu 4 Monaten an den Finetradingpartner überweisen.
  • In Abhängigkeit vom Datum des Zahlungseingangs werden Ihnen dann Gebühren in Rechnung gestellt. Diese sind jedoch bei einer günstigen Einstufung niedriger als der Skontovorteil, sodass Sie vom Finetrading profitieren.

Da aber wie gesagt die Gebühren für das Finetrading variieren können, sollten Sie die verschiedenen Anbieter genau vergleichen.

Stellen Sie hier auf dem Deutschen Finetrading-Portal Ihre online Anfrage und lassen Sie sich von den Spezialisten beraten.

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